Über mich

Eine kleine Reise von Polen nach Deutschland: am 2. Mai 1985 in Pyskowice (Polen, Oberschlesien) geboren kam ich 1989 kurz nach dem Mauerfall nach Deutschland. In Ostwestfalen groß geworden studierte ich später an der Universität Paderborn und nach einem Wechsel an der WWU Münster die Fächer Germanistik mit komparatistischem Schwerpunkt, Psychologie und Philosophie (2005-2010). Mein Studium schloss ich mit einer vergleichenden, literatur- und medienhistorischen Arbeit über die Lektürepoetik bei Walter Benjamin und Jorge Luis Borges ab.

Seitdem pflege ich meinen wissenschaftlichen Fetisch für Literaturtheorien und Philosophie, Medien- und Wissenschaftsgeschichte, den Memory Studies und interdisziplinären Fragestellungen, die über die Literaturwissenschaft hinausführen.

Dissertation

Seit 2011 ist die Universität Potsdam meine Alma Mater. Mit dem Stipendium des DFG-Graduiertenkollegs "Lebensformen & Lebenswissen" promovierte ich 2014/15 zu einem Thema, das Natur- und Geisteswissenschaften verband: die Popularisierung. Das Populäre innerhalb des akademischen Feldes zu denken und dann auch noch zwischen den "Two Cultures" war schwer und mühsam. Aber es war ein höchst leidenschaftliches und ambitioniertes Projekt. Die fiktionale Erzählliteratur wurde in dieser Arbeit zur großen Kritikerin der naturwissenschaftlichen Intellektuellen und den Ideologien der Life Sciences. Mit "Homo academicus goes Pop" war die Arbeit auf rund 1000 Seiten abgeschlossen. Nun verlangt die Pandemie nach neuen populären Formen der Wissenschaftskommunikation. Als Beobachterin dieser Prozesse sammle und archiviere ich Thesen und Themen, die kontinuierlich weiterentwickelt werden – to be continued!

Was geschah danach?

Seit "Homo academicus goes Pop" (2016) ist viel passiert. Meine Habilitationsschrift ist ganz eigene Wege gegangen. Ich habe mich während meiner Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Universität Potsdam in die figura-Forschung vertieft und wollte sie seit dem Großprojekt von Erich Auerbach weiterentwickeln. Entstanden ist eine interdisziplinäre Begriffsgeschichte in Konstellationen zwischen Theologie, Philosophie und Literatur von der Antike bis in die Moderne, reich an Querverweisen zwischen Romanistik, Germanistik und Anglistik. Auch in dieser Arbeit ist das Denken am Begriff und an der Theorie noch nicht zum Stillstand gekommen. Meine erste Vorlesung "Geständnis und Geschlecht" wird sich an zahlreichen Fußnoten abarbeiten – vielleicht entsteht sogar ein neues Buch auf wenigen Seiten, verständlich und doch wissenschaftlich! 

Venia legendi

Am 2. Februar 2022 schloss ich meine Habilitation mit einem Kolloquium an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam ab. Mit dem Titel des Vortrags habe ich zugleich auch mein neues Forschungsprojekt eingeweiht, mit dem ich mich in nächster Zeit beschäftigen werden: Erzählen en miniature. Fast Food Reading im Zeitalter seiner digitalen Reproduzierbarkeit.

Meine Venia wurde mir in den Fächern Romanische Philologie und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft verliehen.

Promotion 2011-2014

Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs "Lebensformen + Lebenswissen" (Universität Potsdam/Viadrina Frankfurt Oder), Promotion im Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft: "Homo academicus goes Pop. Struktur und Kritik populärwissenschaftlicher Subfelder akademischer Wissensproduktion" (summa cum laude)

seit 2015 bis heute

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Romanistik der Universität Potsdam am Lehrstuhl für französisch- und spanischsprachige Literaturen der Welt
DAAD Gastdozentur in Curitiba/Brasilien (2016/2018)

seit Februar 2022 Venia legendi

in Romanischer Philologie und Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft mit der Habilitationsschrift: Ecce figura. Anatomie eines Konzepts in Konstellationen (Mai 2021)
Abschluss mit dem Habilitationskolloquium an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam mit dem Titel: Erzählen en miniature. Fast Food Reading im Zeitalter seiner digitalen Reproduzierbarkeit